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Nur keine Panik

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Nach dem vereitelten Detroit-Attentat gibt es am hiesigen Flughafen noch keinen Grund die Sicherheitskontrollen zu verschärfen, findet Claude Waltzing, der Direktor der Luftfahrtbehörde.

Interview: Tina Noroschadt

tina.noroschadt@revue.lu
Foto: Thierry Martin



Revue: Steigen Sie nach dem gescheiterten Detroit-Anschlag ohne Angst in einen Flieger?
Claude Waltzing: Ich habe heute nicht mehr Angst als vorher.

Wie wurde auf diese Ereignisse am Luxemburger Flughafen reagiert?
Es hat eine Bestandsaufnahme mit allen Beteiligten gegeben. Es wurde entschieden, dass man nichts an den derzeitigen Sicherheitskontrollen ändert. Ende Januar wird der nationale Rat für Flugsicherheit eine neue Analyse machen.

Was muss passieren, damit strenger kontrolliert wird?
Man muss sich die Situation des kleinen Luxemburger Flughafens vor Augen halten. Hier werden keine «Risikoländer» direkt angeflogen. Es gibt auch keine Direktflüge in die USA. Aus unserer Sicht ist der Detroit-Anschlag ein Einzelfall.

Wie sicher ist der Luxemburger Flughafen?
An jedem europäischen Flughafen gibt es Sicherheitsstandards, die von der EU-Kommission festgelegt werden. Jeder Airport muss die Kriterien erfüllen. Zudem gibt es ein Inspektionsprogramm der EU-Kommission. Die Aussage, ein europäischer Flughafen sei sicherer als ein anderer, ist falsch. Denn es gibt einen gemeinsamen Standard! Allerdings: Wenn morgen neue Standards geschaffen werden, kann es immer jemanden geben, der diese übermorgen austricksen kann.

Die Fluggäste müssen hier nicht mit längeren Abfertigungszeiten rechnen?
Nein. Wir haben aber eine Richtlinie eingeführt, damit das Personal, das die Sicherheitskontrollen durchführt, aus seiner «Daily-Business»-Mentalität rauskommt. Die Qualitätskontrolle wurde verschärft. Jede Handhabung des Sicherheitspersonals muss protokolliert werden. Die Dokumente und die Ausführung der Kontrollen werden von der DAC geprüft.

Warum gibt es keine hundertprozentige Flugsicherheit?
Es gibt nirgends eine hundertprozentige Sicherheit. In der Fliegerei existieren, im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln, jedoch die höchsten Sicherheitsstandards. In einem Zug sitzen oft mehr Leute wie im Flieger, doch dort wird weniger kontrolliert.

Werden die Flugpreise höher?
Nein. Luxemburg ist eines der wenigen Länder, in denen der Staat komplett für mögliche Mehrkosten bei der Sicherheit aufkommt.

In Amsterdam, Rom und London gibt es schon Ganzkörperscanner. Werden sie auch hierzulande eingeführt?
Die Ausstattung eines Airports wird von der EU festgelegt. Der Körperscanner als alleiniges Kontrollmittel befindet sich derzeit in einer Testphase. Bislang darf ein Flughafen ihn nur als zusätzliches Instrument benutzen. Wir informieren uns aber darüber – vor allem über die Kosten und die spezielle Ausbildung, die für das Personal nötig ist.

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