NACHGEHAKT: Gesundheits-Handy
Das Luxemburger Unternehmen Nymanex hat ein Handy entwickelt, das Herzpatienten das Leben erleichtern soll. Wie das funktioniert, weiß Nina Gallois.
Revue: Wie kann ein Handy einem Herzkranken helfen?
Nina Gallois: Bei diesem Handy geht es darum, auf sehr genaue Weise mehrere wichtige Körperdaten wie zum Beispiel Herzfrequenz, Herzrhythmus und Blutdruck zu messen. Mit Hilfe einer integrierten und sehr komplexen Software kann somit die Herzfunktion ständig überwacht werden.
Was hat Sie veranlasst, ein derartiges Konzept zu entwickeln?
Wir sind der Meinung, dass man mit den bislang gebotenen und entwickelten Handyfunktionen die Möglichkeiten eines Handys noch längst nicht ausgeschöpft hat. Erst recht nicht im medizinischen sowie im Wellness-Bereich. Das Einzigartige an diesem Konzept ist, den Menschen eine gewisse Kontrolle über den eigenen Körper zu ermöglichen, ohne in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt zu sein.
Wo und ab wann ist das Handy erhältlich?
Wir arbeiten in diesem Bereich mit einem namhaften Produzenten zusammen, welcher Kenntnisse und Erfahrung in der Entwicklung und Produktion mitbringt und selber schon mit höchsten Technologiestandards vertraut ist. Die Entwicklung eines solchen Gerätes dauert im Schnitt immerhin zwei bis drei Jahre, d. h. im Jahre 2012 könnte es serienreif sein.
Welche Kosten kommen auf den Benutzer zu?
Vorstellbar wäre, dass jede abgerufene Funktion dem Kunden einzeln verrechnet wird. Dies kann sich in der Entwicklungsphase jedoch noch ändern. Aber reden wir lieber über die Vorteile: Eine ständige Herzüberwachung reduziert das Risiko auf eine Herzattacke oder auf einen Herzinfarkt und bringt somit direkte und indirekte Kostenvorteile. Nicht zuletzt, wird die Lebensqualität von herzkranken Patienten erheblich gesteigert.




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