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Wenn Klänge heilen können

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Wird unser Lieblingssong im Radio gespielt, steigt sofort unsere Stimmung. Die Musiktherapie greift diesen positiven Einfluss auf unsere Psyche auf und entwickelt sie weiter zu einer Form der Psychotherapie.

Text: Andrea Glos
andrea.glos@revue.lu
Fotos: Anje Kirsch



Y an stürmt in den lichtdurchfluteten Dachausbau und begrüßt seine Therapeutin mit einem fröhlichen «Moien, Marianne!» Seit Anfang des Jahres kommt der 8-Jährige jeden Dienstag für eine Stunde nach Schwebach. Musiktherapie mit Marianne Wiltgen steht dann auf dem Stundenplan und dies scheint Yan – zumindest seiner guten Laune nach zu urteilen – zu gefallen. Der kleine Junge leidet am so genannten «Williams-Beuren-Syndrom», eine äußerst seltene Erbkrankheit, die durch einen Chromosomendefekt ausgelöst wird, und welche die geistige sowie körperliche Entwicklung der Patienten beeinträchtigt. Aufgrund besonderer Merkmale im Gesicht bezeichnet man Menschen mit WBS manchmal auch als «funny faces» oder «Koboldgesicht». Patienten wie Yan sind lebenslang auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen, können jedoch mit der nötigen Assistenz ein gewisses Maß an Selbstständigkeit erreichen.
Genau hier setzt die Musiktherapie an: «Menschen mit Williams-Syndrom sind oft ausgesprochen musikalisch», erklärt Marianne Wiltgen, «Dieses Talent soll in der Musiktherapie gefördert werden, was letztendlich das Selbstbewusstsein und somit die Selbstständigkeit aufbaut.» Wobei Yan bereits mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein ausgestattet ist. Er begrüßt uns mit der gleichen, fröhlichen Unkompliziertheit wie eben seine Therapeutin. «Auch dies ist ein Merkmal bei Menschen mit WBS», erläutert sie. «Sie gehen ohne Berührungsängste und unschüchtern auf Fremde zu.»

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Revue Nr. 11/10

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