Preisregen für die Revue
Die Europäische Kommission hat dieses Jahr gleich drei Mal zugeschlagen und die beiden Revue-Journalisten Andrea Glos und Stefan Kunzmann für ihre Reportagen ausgezeichnet.
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So lautet das Urteil der Jury des ersten «EU Health Prize for Journalists 2009». Für Luxemburg geht die Revue-Journalistin Andrea Glos ins Rennen.
Ihre Reportage trägt den Titel «Panik, wenn der Bohrer kommt» und zeigt wie übermäßige Angst vor dem Zahnarzt überwunden werden kann, um somit schwer wiegende gesundheitliche Folgen zu vermeiden. Die Preisträgerin wurde im Oktober im Rahmen einer feierlichen Zeremonie gemeinsam mit den Preisträgern aus allen 27 EU-Mitgliedstaaten ausgezeichnet.
Sie sitzen auf der Straße und bitten die Passanten um Almosen – und dies auch bei Eiseskälte. Es ist schwer vorstellbar für einen Außenstehenden, was einen Menschen zum Betteln bringen kann. Hinter jedem Fall steht eine lange Vorgeschichte voller Schicksalsschläge. Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot, zerbrochene Familien und psychische Probleme sind häufig Stationen der Abwärtsspirale. In Luxemburg lebt rund jeder achte Einwohner in Armut oder am Rande der Armut. Die wenigsten müssen betteln, aber für einige gibt es keinen Ausweg mehr. Das hat Stefan Kunzmann dazu veranlasst, zumindest für einige Tage die «Arschkarte» zu ziehen, wie seine Reportage über das Leben auf der Straße titelt – einige Monate, bevor Günther Wallraff in Deutschland Ähnliches unternahm.
Der Autor schildert seine Eindrücke und Erlebnisse in der Vorweihnachtszeit. Er lernt hilfreiche Menschen kennen, erfährt aber auch viel Ignoranz und Ablehnung. Eine Jury wählte die Reportage als luxemburgischen Beitrag für den EU-Journalistenpreis «Für Vielfalt. Diskriminierung und Armut».
Für den europaweiten Wettbewerb um den Hauptpreis des diesjährigen Journalistenwettbewerbs «Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung» nominiert Luxemburg Stefan Kunzmanns Reportage «Von wegen Stille». Sie handelt von gehörlosen und schwerhörigen Jugendlichen: Sie haben häufig unter gesellschaftlicher Isolation zu leiden. Unter anderem aus diesem Grund hat sich eine Organisation wie «Daaflux» gegründet. Sie fordert eine Begegnungsstätte für Gehörlose und die Anerkennung der Gebärdensprache.




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