Aufschlag für ein neues Leben
Seit zehn Jahren jettet Anne Kremer durch die Welt des Profitennis. Die 33-Jährige über die Höhen und Tiefen ihrer Karriere, mit deren Ende sie sich gedanklich bereits befasst hat.
Revue: Können Sie sich noch an Ihr erstes Match als Profi erinnern?
Anne Kremer: (lacht) Nein, das ist ja auch bereits ewige Zeiten her. Erinnern kann ich mich allerdings noch ganz gut an mein erstes großes Turnier. In Stanford. Ich hatte eine Wildcard gekriegt. Das war 1997, als ich dort zur Uni ging. Da habe ich die Französin Mary Pierce geschlagen, die damals unter den Top-10 platziert war. Im Nachhinein war dieser Erfolg irgendwie die Initialzündung für meine spätere Profi-karriere.
Hatten Sie keine Bedenken, diesen Schritt zu wagen?
Doch. Ganz gehörige sogar. Zumal meine Eltern anfangs irgendwie geschockt waren. Sie konnten sich nur schwer damit abfinden, dass ihre Tochter das Studium unterbricht und urplötzlich quer über den Erdball von Turnier zu Turnier reist. Zudem hatte hierzulande bis dahin kein anderer Tennisspieler diesen Schritt gewagt. Ich leistete sozusagen Pionierarbeit und war dabei völlig auf mich alleine gestellt. Abgesehen von der Unterstützung meiner Familie und meiner Freunde.
Und die Uni haben Sie einfach so sausen lassen?
Ich musste mich wohl oder übel zwischen Studium und Tennis entscheiden, da ich an meine sportlichen Leistungsgrenzen gestoßen war. Die zwei Jahre in Stanford waren jedoch sehr lehrreich. Ich konnte mich menschlich weiterentwickeln. Es war eine wichtige Etappe beim Erwachsen werden, außerdem habe ich da meine Schüchternheit überwunden. Die Anfangszeit war aber ganz schön hart. Aber diese Härte war irgendwie nötig. Die brauchst du auch im Sport.
Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Revue Nr. 42/09




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