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Tödlicher Winter

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Nach jahrelanger Abstinenz scheinen unsere Winter Schnee und Kälte wiederentdeckt zu haben. Trotzdem muten die historischen Wetterereignisse von vor 300 Jahren eher befremdlich an.

Text und Fotos: André Bauler





Das Vieh verhungerte, Brennholz wurde zur Mangelware und der Preis des Weizens schoss in Schwindel erregende Höhen. Die von Anfang Januar bis Ende April 1709 anhaltende Kälte führte unmerklich zu einer Hungersnot nie gekannten Ausmaßes. Dem historischen Winter fiel auch ein Großteil der Weinberge zum Opfer, von denen außerhalb der Moselregion Flurnamen wie «In den Wangerten» oder «Im Wangert» heute noch zeugen.
Die klirrende Kälte begann am Dreikönigstag. Die Temperatur fiel auf bis zu minus 30 Grad. Glücklicherweise wurde der Frost anfänglich von intensivem Schneefall begleitet. Der Schnee legte sich wie ein isolierender Schutzmantel über die Pflanzen und begrenzte somit den Frostschaden. Der Pfarrer von Ezy aus der Vallée de l’Eure in Frankreich beschreibt die katastrophale Wetterlage wie folgt: «Il gelait jusqu’au coin du feu et le vin auprès du feu ne dégelait qu’à peine. La rivière prit de plus d’un pied d’épais. Les neiges étaient aussi prodigieuses que la gelée. Il y en avait jusqu’aux genoux également. Il n’y eut point de cave si profonde où la gelée ne pénétrât.»

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Revue Nr. 05/10

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