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Jahrmarkt der Subkulturen

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Den Generationskonflikt wie einst gibt es nicht mehr. Trotzdem verstehen viele Eltern ihre Kinder nicht – in der Vielfalt der Jugendszenen fehlt ihnen der Durchblick.

Text: Stefan Kunzmann
stefan.kunzmann@revue.lu
Fotos: Mister Denial, Ute Metzger



B abs konzentriert sich. Mit einem Kajalstift umrandet sie die Augen ihres Freundes, den sie nach der Schule besucht hat. Sascha ist geduldig. Seinen Pony hat er aus dem Gesicht gestrichen. An Augenbrauen und Lippen trägt er Piercings. «Fertig», sagt Babs, «jetzt kannst du dich wieder zusammenschlagen lassen.» Sascha lacht. Er weiß, dass hinter der spaßigen Bemerkung seiner Freundin ein wenig Ernst steckt. «Emos sind nicht gerade beliebt.»
Szenenwechsel: Karim wippt auf seinem Stuhl. «Wir hängen hier herum, weil wir sonst keinen anderen Platz haben, wo wir uns treffen können», sagt der 16-Jährige und gestikuliert mit Händen und Armen. Zusammen mit seinen Kumpels hat er eine Runde Tischfußball gespielt, zwei andere sitzen beim Daddeln am Computerspiel. «Die meisten hier stammen aus der Hip-Hop-Szene», erklärt Steve Schmit, der das Jugendzentrum von Inter-Actions im Bahnhofsviertel leitet. «Andere kommen nur zu bestimmten Projekten – wie bei der Aufnahme einer CD.» In der Hand hält er eine von den Jungen produzierte Scheibe: «Axel Stone and the Hard Boys».
«Mit den anderen verstehen wir uns einigermaßen», sagt Karim gelangweilt. «Mehr nicht. Klar höre ich lieber Hip-Hop und bin mit meinen Kumpels aus der Szene zusammen.» Die sind zumeist Einwandererkinder, ihre Familien wohnen in Bonneweg oder dem Bahnhofsviertel. Alle sind männlich – das Machogehabe der Rapszene bestimmt ihre Gesten und Worte. Auch als die Tür aufgeht und vier junge Männer in langen, schwarzen Mänteln eintreten. Es sind Yves und seine Band.

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Revue Nr. 05/10

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